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NOTWENDIGE BEHANDLUNGEN FÜR HILFSBEDÜRFTIGE

Das Goma Hospital soll Menschen im direkten Umkreis erreichen, die in den Armenvierteln von Goma in einfachsten Verhältnissen leben. Von den derzeit insgesamt vier freiwilligen Ärzten und sieben Helfern werden pro Monat ca. 300 bis 500 Patienten behandelt. Viele bekommen Medikamente oder Impfungen, einige mit kleineren Wunden werden behandelt. Alle schwierigen Fälle müssen aktuell an die fünf großen Hospitäler verwiesen werden - per Krankentransport mit dem Motorrad.


Mit dem Goma Hospital sollen die 90% armen Einwohner und ihre Familien erreicht werden, die sich eine Behandlung bei einem Arzt oder in einem der fünf größeren Hospitäler nicht leisten können. Zunächst wird eine Grundversorgung angestrebt, zu der auch Impfungen und Aufklärungskampagnen für Mädchen und schwangere Frauen gehören sollen.


Die Krankheiten, die die Ambulanz jetzt und in Zukunft behandelt, sind die Infektionskrankheiten Malaria, Typhus (Salmonellen), Gastritis und Harnwegsinfektionen. Nach Vollendung des Umbaus sollen auch chirurgische Fälle behandelt werden (Hernien, Peritonitis, Prostatahypertrophie, Kropf, Hyperthyreose und plastische Chirurgie sowie gynäkologische Erkrankungen und geburtshilfliche Eingriffe). Auch hier ist der Bedarf enorm. Etwa 1% der Kongolosen mit Tumoren und Verbrennungsfolgen benötigt eine plastisch-rekonstruktive Behandlung - das Einzugsgebiet Nord- und Süd-Kivu umfasst insgesamt 12 Millionen Einwohner. Ebenso kann der Westen von Ruanda und ganz Burundi von dem geplanten Spezialhospital profitieren. 

Nach 24 Jahren Erfahrung mit dem von Interplast Germany gegründeten Nepal-Hospital (www.nepalhospital.de) ist die wichtigste Voraussetzung die Verlässlichkeit und das Engagement der dortigen Ärzte in dem von schwierigen Verhältnissen geprägten und vom Westen vergessenen Land mit 100 Millionen Einwohnern.

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG DURCH LOKALE WEITERBILDUNG UND INTERNATIONALE EINSÄTZE

Im Goma Hospital soll die dauerhafte Weiterbildung durch Interplast-Teams und andere Spezialärzte aus Deutschland eingerichtet werden. Gleichzeitig sollen erste Ärzte zu Weiterbildungen in ihren erhofften Spezialgebieten nach Ruanda und Uganda entsendet werden. Dort hat sich Prof. Lemperle vom starken Unterschied in der medizinischen Fortbildung im Gegensatz zum medizinischen Notstand in Goma und im ganzen Kongo persönlich überzeugt. In zahlreichen Gesprächen mit dem Pastor der Kirche des Nazareners und dem medizinischen Direktor Dr. Zibona sowie mit der seit 1992 in Goma aktiven Frankfurter „Kirche-in-Aktion“, wurde während der letzten fünf Jahre eine Kooperation begonnen. Die Kooperation verfolgt das Ziel, die chirurgische Versorgung der Menschen in Goma zu verbessern. So wurde bisher die Weiterbildung von drei Ärztinnen zu Chirurginnen in Benin, Kinshasa und Bukavu von der B. Braun-Stiftung, sowie das Medizinstudium von acht Studenten über Interplast finanziert.

Voraussetzung für die Weiterbildung der lokalen Ärzte zu Fachärzten und die gleichzeitige Fortbildung der lokalen Ärzte, Hebammen, Schwestern und mobilen Pflegerinnen ist jedoch das funktionierende Hospital, das nach Abschluss der Bauarbeiten ab Herbst 2021 seine ambulanten und stationären Aufgaben erfüllen kann.

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“Give a man a fish and you feed him for a day. Teach him how to fish and you feed him for a lifetime” (LaoTse)

Diese Philosophie der Nachhaltigkeit gilt auch für die Gründung des Hospitals, für dessen dauerhaften Nutzen und Effektivität wir sorgen.